Aphasie nach Schlaganfall: Wie Logopädie die Sprache zurückbringt
13. März 2026

Ein Schlaganfall verändert das Leben von einer Sekunde auf die andere. Häufig ist dabei das Sprachzentrum im Gehirn betroffen — die Folge ist eine Aphasie, eine erworbene Sprachstörung.
Was ist Aphasie? Aphasie bedeutet wörtlich „Sprachlosigkeit". Betroffene können plötzlich nicht mehr sprechen, lesen, schreiben oder verstehen — obwohl ihre Intelligenz unberührt bleibt. Das ist für Patienten und Angehörige gleichermaßen belastend.
Formen der Aphasie • Broca-Aphasie: Sprachproduktion stark eingeschränkt, Verstehen weitgehend erhalten • Wernicke-Aphasie: Flüssiges, aber oft unverständliches Sprechen • Globale Aphasie: Sowohl Sprechen als auch Verstehen schwer betroffen • Amnestische Aphasie: Wortfindungsstörungen bei ansonsten flüssigem Sprechen
Der Weg zurück zur Sprache Die logopädische Therapie beginnt idealerweise bereits in der Akutphase im Krankenhaus und wird ambulant fortgesetzt. Unsere Therapeutinnen bei Broer & Dickhöfer arbeiten mit evidenzbasierten Methoden:
1. Aktivierung: Reaktivierung sprachlicher Fähigkeiten durch gezielte Übungen 2. Kompensation: Alternative Kommunikationswege erlernen 3. Alltagstransfer: Sprache im realen Leben anwenden
Fortschritte sind auch Jahre nach dem Ereignis möglich Aktuelle Forschung zeigt: Das Gehirn kann sich auch Jahre nach einem Schlaganfall noch reorganisieren. Intensive logopädische Therapie ist der Schlüssel.
Tipps für Angehörige • Sprechen Sie langsam und in kurzen Sätzen • Geben Sie Zeit zum Antworten • Vermeiden Sie es, Sätze zu beenden • Behandeln Sie den Betroffenen als gleichwertigen Gesprächspartner
Unsere Standorte in Dortmund, Lünen, Waltrop und Witten bieten spezialisierte Aphasie-Therapie an.
FAQ
Kann Aphasie vollständig geheilt werden? Eine vollständige Heilung ist möglich, hängt aber von Schwere und Lokalisation der Hirnschädigung ab.
Wie oft sollte Therapie stattfinden? In der Akutphase täglich, danach 2–3 Mal pro Woche für optimale Ergebnisse.
Gibt es Selbsthilfegruppen? Ja, wir vermitteln gerne Kontakte zu regionalen Aphasie-Selbsthilfegruppen.
