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    Artikulationsstörung bei Kindern: Logopädie & Übungen

    10. Mai 2026

    Artikulationsstörung bei Kindern: Logopädie & Übungen

    Artikulationsstörungen bei Kindern sind Lautbildungsfehler, die die Verständlichkeit der Sprache beeinträchtigen. Durch gezielte Übungen zu Hause kann die professionelle Logopädie bzw. Sprachtherapie wirksam unterstützt und die Aussprache des Kindes nachhaltig verbessert werden.

    Was sind Artikulationsstörungen bei Kindern?

    Wenn ein Kind einen oder mehrere Laute nicht korrekt bilden kann, spricht man von einer Artikulationsstörung. Das bekannteste Beispiel ist der Sigmatismus (Lispeln), bei dem die S-Laute fehlerhaft gebildet werden. Ein anderes Beispiel ist der Schetismus, bei dem der Laut /sch/ betroffen ist. Wichtig ist die Unterscheidung zu einer phonologischen Störung: Bei dieser kann das Kind den Laut zwar isoliert bilden, verwendet ihn im Wort aber falsch (z.B. "Tasse" statt "Kasse"). Eine genaue Diagnose ist entscheidend für den Erfolg der Therapie.

    Wann ist eine logopädische Therapie sinnvoll?

    Nicht jede Fehlbildung von Lauten im Kleinkindalter ist sofort ein Grund zur Sorge, da die Sprachentwicklung in Phasen verläuft. Wenn Ihr Kind jedoch auch nach dem 4. Lebensjahr noch mehrere Laute vertauscht oder fehlerhaft bildet und dadurch für Außenstehende schwer zu verstehen ist, ist eine logopädische Abklärung ratsam. In unserer Praxis für Logopädie in Dortmund, Lünen, Waltrop oder Witten schauen wir uns die gesamte Mundmotorik, auch im Hinblick auf Schlucken und Stimme, an und erstellen einen individuellen Therapieplan. Eine frühzeitige Sprachtherapie verhindert, dass sich die Fehler verfestigen.

    Effektive Übungen für zuhause zur Unterstützung der Sprachtherapie

    Regelmäßige, spielerische Übungen sind eine wertvolle Ergänzung zur logopädischen Behandlung. Sie helfen, die neu gelernten Lautmuster im Alltag zu festigen. Hier einige Anregungen:

    • Pustespiele: Seifenblasen, Wattebausch-Wettpusten oder das Blasen durch einen Strohhalm trainieren die Lippenmuskulatur und die Atemkontrolle, die für viele Laute essenziell sind.
    • Zungengymnastik: Machen Sie vor dem Spiegel lustige Gesichter! Wer kann die Zunge zur Nase strecken, von einem Mundwinkel zum anderen bewegen oder mit der Zunge die Zähne "putzen"? Das fördert die Beweglichkeit und Koordination.
    • Hör- und Reimspiele: Sagen Sie "Ich sehe was, was du nicht siehst und das fängt mit 'S' an". Das schult die auditive Wahrnehmung für den Ziellaut. Auch Reime und Lieder, in denen der jeweilige Laut oft vorkommt, sind sehr hilfreich.
    • Bilder- und Wortkarten: Nutzen Sie Karten mit Motiven, die den Ziellaut enthalten (z.B. Sonne, Straße, Schloss). Benennen Sie die Bilder gemeinsam und achten Sie spielerisch auf die korrekte Aussprache, ohne das Kind direkt zu korrigieren.

    Dos and Don'ts: Wie Eltern ihr Kind am besten fördern

    Der wichtigste Grundsatz lautet: Der Spaß an der Sprache muss erhalten bleiben! Vermeiden Sie ständiges Korrigieren und setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck. Wenn Ihr Kind einen Laut falsch ausspricht (z.B. "Ich möchte eine Tasse Saft."), wiederholen Sie den Satz einfach korrekt in Ihrer Antwort: "Gerne, hier hast du eine Tasse Saft." Diese Technik, genannt "Corrective Feedback", ist sehr wirksam. Loben Sie die Anstrengung und die Kommunikationsfreude Ihres Kindes, nicht nur das korrekte Sprechen.

    Unsere Praxen: Ihr Partner für Logopädie für Kinder

    In unseren modernen Praxen für Logopädie in Dortmund, Lünen, Waltrop und Witten sind wir auf die Behandlung von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bei Kindern und Erwachsenen spezialisiert. Unser erfahrenes Team arbeitet eng mit Ihnen als Eltern zusammen, um die bestmöglichen Fortschritte für Ihr Kind zu erzielen. Kontaktieren Sie uns gerne für ein Beratungsgespräch.

    Häufige Fragen (FAQ)

    Wie oft sollten wir zu Hause üben?

    Kontinuität ist wichtiger als Dauer. Tägliche, spielerische Einheiten von 5 bis 10 Minuten sind effektiver als eine Stunde am Wochenende. Integrieren Sie die Übungen einfach in den Alltag.

    Was ist der Unterschied zwischen einer Artikulations- und einer phonologischen Störung?

    Bei einer Artikulationsstörung kann das Kind den Laut motorisch nicht korrekt bilden. Bei einer phonologischen Störung kann es den Laut zwar bilden, wendet ihn im Sprachsystem aber falsch an (z.B. ersetzt es alle K-Laute durch T-Laute).

    Ab welchem Alter ist eine Sprachtherapie bei Artikulationsstörungen sinnvoll?

    Eine Abklärung in einer logopädischen Praxis ist ab ca. 4 Jahren sinnvoll, wenn die Aussprachefehler die Verständlichkeit deutlich einschränken. Der behandelnde Kinderarzt wird bei den U-Untersuchungen darauf achten und bei Bedarf eine Verordnung ausstellen.