Lispeln bei Kindern: Ursachen, Therapie und Erfolgsaussichten
13. März 2026

Lispeln — in der Fachsprache Sigmatismus genannt — ist eine der häufigsten Artikulationsstörungen im Kindesalter. Dabei wird der Laut „S" nicht korrekt gebildet, sondern klingt verwaschen oder wird zwischen den Zähnen gesprochen.
Was ist Sigmatismus? Beim Sigmatismus wird die Zunge bei der Bildung von S-Lauten falsch positioniert. Man unterscheidet: • Sigmatismus interdentalis: Die Zunge rutscht zwischen die Zähne • Sigmatismus addentalis: Die Zunge drückt gegen die Zähne • Sigmatismus lateralis: Die Luft entweicht seitlich
Ist Lispeln normal? Bis zum Alter von etwa 4–5 Jahren ist ein sogenanntes physiologisches Lispeln normal. Die Zunge muss erst lernen, sich korrekt im Mundraum zu positionieren. Wenn das Lispeln über dieses Alter hinaus bestehen bleibt, ist eine logopädische Therapie empfehlenswert.
So läuft die Therapie ab 1. Diagnostik: Wir analysieren genau, welche Art des Sigmatismus vorliegt 2. Mundmotorik-Training: Übungen zur Kräftigung der Zungenmuskulatur 3. Lautanbahnung: Schrittweises Erlernen der korrekten S-Laut-Bildung 4. Transfer: Übertragung in die Alltagssprache
Erfolgsaussichten Die gute Nachricht: Sigmatismus lässt sich in den allermeisten Fällen erfolgreich behandeln. Mit regelmäßiger Therapie und Übungen zu Hause sind deutliche Fortschritte oft schon nach wenigen Wochen sichtbar.
Vorher-Nachher: Was Eltern berichten „Unser Sohn hat mit 5 Jahren noch stark gelispelt. Nach nur 3 Monaten Therapie bei Broer & Dickhöfer konnte er das S sauber aussprechen — wir waren überrascht, wie schnell das ging!"
Was können Eltern zu Hause tun? • Nicht korrigieren, sondern richtig wiederholen (korrektives Feedback) • Mundmotorik-Spiele: Pustespiele, Zungenübungen • Geduld haben — Druck ist kontraproduktiv
FAQ
Ab welchem Alter sollte Lispeln behandelt werden? Wenn das Lispeln nach dem 5. Geburtstag noch besteht, empfehlen wir eine Diagnostik.
Wie viele Therapiesitzungen sind nötig? Meist reichen 10–20 Sitzungen, je nach Schweregrad.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? Ja, mit einer Heilmittelverordnung vom Arzt ist Logopädie eine Kassenleistung.
