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    Stottern bei Kindern: Wann ist Therapie nötig?

    13. März 2026

    Stottern bei Kindern: Wann ist Therapie nötig?

    Stottern gehört zu den auffälligsten Sprechstörungen — und zu den am meisten missverstandenen. Viele Eltern sind verunsichert, wenn ihr Kind plötzlich beginnt zu stottern.

    Was ist Stottern? Stottern ist eine Redeflussstörung, bei der es zu unwillkürlichen Wiederholungen, Dehnungen oder Blockierungen beim Sprechen kommt. Es betrifft etwa 5 % aller Kinder, meist zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr.

    Entwicklungsbedingtes vs. chronisches Stottern Nicht jedes Kind, das stottert, braucht sofort Therapie. Man unterscheidet: • Entwicklungsbedingte Unflüssigkeiten: Normale Phase, die von alleine vergeht (bei ca. 75 % der Kinder) • Beginnendes Stottern: Mit Anstrengung und Begleitsymptomen verbunden

    Warnzeichen, die auf Therapiebedarf hindeuten • Stottern dauert länger als 6 Monate • Kind zeigt Anstrengung oder Vermeidungsverhalten • Mitbewegungen von Gesicht oder Körper • Kind leidet unter dem Stottern • Familiengeschichte mit Stottern

    Wie hilft Logopädie? Bei Broer & Dickhöfer arbeiten wir mit bewährten Ansätzen: • Modifikationsansatz: Das Kind lernt, mit dem Stottern umzugehen • Fluency Shaping: Techniken für flüssiges Sprechen • Elternberatung: Sie als Eltern spielen eine zentrale Rolle

    Was Eltern tun können • Geduld haben, ausreden lassen • Blickkontakt halten • Langsam und ruhig selbst sprechen • Nicht auffordern: „Sprich langsam!" oder „Atme erst mal tief durch!"

    FAQ

    Verwächst sich Stottern? Bei vielen Kindern ja, aber eine Abklärung ist wichtig, um chronisches Stottern früh zu erkennen.

    In welchem Alter beginnt Stottern typisch? Meist zwischen 2 und 5 Jahren, mit einem Häufigkeitsgipfel um 3 Jahre.

    Ist Stottern psychisch bedingt? Nein, Stottern hat neurobiologische Ursachen. Stress kann es aber verstärken.